Bookbuilding: Die Preisfindung
Mit Bookbuilding wird ein Verfahren zur Platzierung von Wertpapieren beschrieben. Investoren haben die Möglichkeit, innerhalb einer bestimmten Zeichnungsfrist, auf den Kauf dieser Wertpapiere innerhalb einer vorgegebenen Preisspanne zu bieten. Am Ende der Zeichnungsfrist wird dann entschieden, welcher Investor die angebotenen Wertpapiere, zu welchem Preis erhält.
Das emittierende Unternehmen oder ein platzierender Aktionär, entscheiden zusammen mit den Konsortialbanken, welcher Investor am Ende der Zeichnungsfrist den Zuschlag bekommt. Neben der Höhe der Gebote sind auch die Art des Investors und die mögliche historische Beziehung zu ihm ausschlaggebend für die Entscheidung.
Ein Bookbuilding Verfahren, ist das Angelsächsisches Verfahren und wird auch das klassische Bookbuilding genannt. Bei diesem Verfahren, wird die Preisspanne und die höchstmögliche Anzahl der zu emittierenden Aktien schon im Voraus festgelegt. Es ist ein Verfahren, das aus dem angelsächsischen Raum stammt und zur Ermittlung vom marktgerechten Emissionspreis der Aktien, angewandt wird. Im Gegensatz zum Festpreisverfahren ist dadurch eine dynamische Preisfindung möglich.
Es verläuft in mehreren Phasen, in denen zuerst mittels der Pre-Marketing-Phase mit großen Investoren die Preisspanne abgestimmt wird. Die Aktiengesellschaft, die den Börsengang anstrebt ist für die Wahl der Banken zuständig, die dann die Emissionen durchführen. Wenn sich die Banken über das Interesse von potenziellen Investoren informiert haben, gibt sie ein Angebot ab und danach wird die Preisspanne festgelegt und bekannt gegeben. Erst danach, beginnt das eigentliche Bookbuilding und die Anleger, können ihre Angebote abgeben.
Ein weiteres Verfahren, ist das beschleunigte bzw. entkoppelte Verfahren. Hier steht die Werbetour im Vordergrund. Das Ziel ist die Preisvorstellungen der potentiellen Anleger zu erkunden. Den Investoren wird dann eine enge Preisspanne vorgegeben und die Angebotszeit ist nur auf ein paar Tage beschränkt.
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