Wertpapierkennnummern: ISIN und WKN

Von 1955 bis 2003 war die Wertpapierkennnummer in Deutschland die Handelsbezeichnung für Wertpapiere. Auf Grund der wachsenden Internationalisierung, musste eine Kennzeichnung gefunden werden, die für alle Länder gleich war. Im Jahr 2003 wurde die neue Bezeichnung ISIN eingeführt und alle länderspezifischen Bezeichnungen wurden gegenstandslos. In der neuen ISIN sind viele Bestandteile der alten Wertpapierkennnummer (WKN) enthalten.

Viele Anleger waren die WKN Nummern gewohnt, die neue Kennzeichnung ISIN und WKN, als altgewohnte Kennzeichnung, riefen deshalb bei einigen Anlegern, Verwirrung hervor. Vor allem Anleger, die sich nicht besonders um ihre Wertpapiere kümmerten, sondern alle damit verbundenen Tätigkeiten dem Fondsmanagement überlassen, haben von der Änderung nicht gleich etwas mitbekommen. Viele Anleger, tätigen eine einmalige Anlage und wechseln ihren Fonds nie, deshalb ist vielen auch die Kennnummer der Wertpapiere nicht bekannt.

Die WKN mit dem Ziffernkreis 100 000 bis 199 000, waren für öffentliche Schuldverschreibungen und mit dem Ziffernkreis 500 000 bis 789 999 wurden Aktien oder Anteilsscheine der Industrieunternehmen gekennzeichnet. Ursprünglich war auch vorgesehen die letzte Ziffer der WKN zur Unterscheidung der Stammaktien zu verwenden. Sie wurde allerdings in den alphanumerischen Zahlenkreis der ISIN nicht einbezogen.

Die ISIN Nummer ist die Identifikationsnummer eines Investmentfonds. Sie wird nur einmal vergeben und beschreibt somit weltweit nur ein Wertpapier. Die frühere Wertpapierkennnummer ist in vielen ein ISIN Bestandteil. Die Lufthansa hatte zum Beispiel die WKN 823212, die ISIN ist jetzt DE0008232125. Für Deutschland steht DE vor der Ziffernfolge. Jedes Land hat somit seine eigene spezielle Kennzeichnung und jeder Anleger erkennt auf den ersten Blick aus welchem Land die Wertpapiere kommen.